Vitamin B wie Bloggen – Ein Beispiel

Kategorie: dies & das | Autor: Gabriela Bieber

Vitamin B oder Vorteil durch Beziehungen ist ein klarer Karrierefaktor und nützlich für jeden. Vor allem jedoch für kreative Menschen: Künstler, Musiker, Schriftsteller usw. In diesem Bereich sein Hobby zum Beruf oder zumindest zum Nebenjob zu machen, gilt als schier unerreichbarer, naiver Traum. Man bekommt normalerweise einfach nicht den Fuß in die Tür - bei Verlegern, Plattenfirmen etc. - und zwar mangels Vitamin B, B wie Bekanntheit, B wie Bloggen. Denn ein Blog kann - sehr gut geführt - helfen, die nötigen Kontakte zu knüpfen. Wie genau, erkläre ich dir hier an einem Beispiel - aus der Branche, in der ich mich auskenne.

Die erste Veröffentlichung als Schriftsteller - Durch einen Blog!

Der Traum eines jeden, angehenden Schriftstellers ist natürlich, das eigene Buch von einem guten Verlag drucken zu lassen. - Leider haben die wenigsten das Glück, wie ich und meine Autobiographie "Gedankendroge", zufällig einen kleinen, seriösen Verlag, der noch Autoren sucht, ausfindig zu machen. - Das Problem eines jeden, angehenden Schriftstellers ist, dass Verlage einem zumeist keine Beachtung schenken. Außer natürlich die schwarzen Schafe, die den tiefsitzenden Wunsch nach Veröffentlichung schamlos ausnutzen - und für die Dienstleistung des Drucks eine vierstellige Summe haben wollen. Im Laufe der Zeit bin ich jedoch nicht nur auf Angebote jenseits von Gut und Böse, sondern z.B. auch auf folgende, clevere Alternative gestoßen:

Veröffentlichung mit Blog

Das Prinzip ist einfach - man legt sich einen Blog an (Meine Empfehlung: Kostenlos mit Jimdo) und die Artikel gestaltet man in Form von Kapiteln einer spannenden Fortsetzungsgeschichte.

Natürlich druckt kein Verlag etwas, was es kostenlos im Netz gibt/gab, aber: Ist deine Seite gut besucht, kannst du Werbung schalten und so mit dem Schreiben Geld verdienen. Man gewinnt als Autor zudem an Bekanntheit - und Verlage können für spätere Projekte auf einen aufmerksam werden.

Es ist nämlich so, dass Verlage in Manuskriptangeboten ersticken, diese meist aber gar nicht prüfen. Im Gegenteil: Sie wenden sich lieber direkt an Autoren, die sich schon selbst einen Namen gemacht haben, denn mit denen ist man finanziell einfach auf der sichereren Seite.

Besucher für deinen Blog bekommst du als Autor so: Die ersten 3 Kapitel deiner Fortsetzungsgeschichte stellst du auch bei verschiedenen Autorenseiten on, z.B. bookrix.de, fanfiktion.de, myfanfiction.de, schreibwerkstatt.de... Dann verlinkst du nach dem letzten Kapi auf deinen Blog und alle begeisterten Leser werden den Links folgen.

Vielleicht findest du auch einen Zeichner (z.B. auf animexx oder deviantart), der mit dir zusammenarbeiten möchte und Illustrationen liefert. Wie du dann bei genügend Besuchern Werbung schalten kannst, kannst du beispielsweise hier im bloggeramt Magazin unter Marketing lesen.

Zusätzlich zu eigenen Werken kannst du in deinem Blog interessante Artikel für andere Autoren veröffentlichen. Damit verwandelst du das Problem der Masse an Autoren in einen Vorteil. Statt darin unterzugehen, machst du dir sie nun zu Nutze: Die Masse hilft dir in Form von noch höheren Homepage-Besucherzahlen, herauszuleuchten und aufzufallen. Die zahlreichen Besucher deines Blogs eröffnen dir nämlich folgende Möglichkeiten: Du lernst zunächst einmal andere schöpferische Köpfe kennen und wenn du gerne im Team arbeitest, hast du praktisch einen ganzen Katalog von potentiellen Partnern. Vor allem aber kannst du auch bei Verlegern etc. um Informationen für deine neuen Blogartikel bitten - wenn dein Blog zahlreiche Besucher hat, wird niemand diese Gratis-Werbung ablehnen. So wirst du bei den wirklich wichtigen Leuten bekannt.

Mit jedem weiteren Tag der Existenz deines Blogs und mit jedem weiteren guten Artikel machst du dir einen größeren Namen in deiner kreativen Branche.

Damit wirst du mit deiner Arbeit gesehen - und aus Talent und Beziehungen entsteht Erfolg.

Diese Methode lässt sich mit etwas Kreativität auf jede andere Branche, in der du emporsteigen willst, übertragen. Erstaunlich, was so ein Blog alles kann, nicht?

Vielen Dank an die Autorin Gabriela Bieber vom Blog - Gedankendroge -